Bobath für Erwachsene

Der Ursprung liegt in der Arbeit von Dr. Karel und Berta Bobath und wurde zunächst durch klinische Erfahrungen entwickelt. Berta Bobath (Gymnastiklehrerin) erwarb 1950 das Diplom zur Physiotherapeutin; Dr. Karel Bobath erhielt 1945 seinen Facharzt für Neurologie und Psychiatrie.
Beide gründeten 1951 das private Zentrum zur Behandlung von Patienten mit zerebralen Bewegungsstörungen sowie dem heute weltweit bekannten „Bobath-Centre“.

Therapeutischer Ansatz:
Das Bobath-Konzept für Erwachsene ist eine Problem bzw. Befund orientierte Behandlungsweise von Menschen mit Störungen von Tonus, Bewegung und Funktion aufgrund einer Läsion im zentralen Nervensystem. Die Ursachen der zentralen Bewegungsstörung können hierbei unterschiedlich sein, z. B. Schlaganfall, Schädelhirntrauma, Multiple Sklerose, M. Parkinson, Ataxie und vieles andere mehr.

Ziel der Therapie:
Während der Behandlung versucht der Therapeut/in die Haltungs- und Bewegungsmuster zu optimieren. Dabei steht die „normale Bewegung“ stets im Vordergrund. Die Geschicklichkeit der Bewegung wird dabei durch ständig variiertes Benützen und Wiederholen verfeinert. Gemeinsam werden Bewegungsstrategien erarbeitet, die dem Patienten befähigen, sich bestmöglich selbstständig zu bewegen. Es ist ein in der Therapie fortlaufender Prozess von Befundaufnahme und Behandlung.

Möglichkeit der Verordnung:
Das Bobath-Konzept ist eine Kassenleistung; bei Bedarf sind Hausbesuche nach ärztlicher Verordnung möglich.

  • KG-ZNS nach Bobath

Medizinische Fachgebiete:

  • Neurologie
  • Geriatrie